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Der Ursprung der Jurte:
Die asiatische Jurte (kasachisch: kigizui; mongolisch: ger) besteht aus einem Holzgerüst, das mit Baumwoll- und Filztüchern eingedeckt wird. Sie kann sehr oft in weniger als einer Stunde demontiert und wiedererrichtet werden und lässt sich verhältnismässig klein verpacken, so dass für den Transport einer Jurte zwei Kamele oder ein kleiner Geländewagen ausreichen.
Die Jurte spiegelt in ihrer Einrichtung die soziale und die spirituelle Ordnung der in ihr lebenden Menschen wieder. Jedem Familienmitglied ist sein Platz und sein Wirkungsbereich in der Jurte genau zugewiesen.
Auch heute noch haben Jurten in der Mongolei eine große Bedeutung, nicht nur die Nomaden sondern auch wesentliche Teile der städtischen Bevölkerung leben mindestens für einen Teil des Jahres und zwar dem Winter in den zu dieser Jahreszeit wärmeren Jurten.
Die Jurte bei den Pfadfindern:
In der Bündischen Jugend wurde ein gleichnamiges Versammlungszelt auf der Basis der Zeltbahnen der von Eberhard Koebel, genannt tusk, entworfenen Kohte entwickelt, das heute vor allem von deutschen Pfadfindern, Jungenschaftern, Wandervögeln und den Angehörigen der bündischen Jugend verwendet wird.
Während die Kohte als Schlafzelt genutzt wird, wird gerne auch eine wesentlich größere, den Zelten der Mongolen nachempfundene Jurte aufgebaut, die sich mit einer offenen Feuerstelle in der Mitte für Zusammenkünfte größerer Gruppen eignet.
Eine 6-Blatt-Jurte mit Feuerstelle bietet je nach Größe, ohne weiteres Platz für 15-35 Personen samt Gepäck. Viele Nutzer einer Jurte schlagen tagsüber im Sommer die seitlichen Vierecksplanen hoch, um die Jurte als Sonnendach zu nutzen.
Die Jurte kann halbiert und die beiden Hälften um das Maß von Viereckplanen auseinandergezogen werden. Die Jurte erhält damit eine ovale Form. In das Dach werden rechteckige Planen, sogenannte Ovalplanen, eingesetzt.
Für Großkonstruktionen werden 6 Ovalplanen jeweils zwischen die Kohtenplanen eingesetzt. In diesem Fall wird das Rauchloch seinerseits mit einer normalen 6-Blatt-Jurte überbaut.
(Aus: www.wikipedia.de)

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